PSV Iserlohn auf des Radfahrers Lieblingsinsel Mallorca

Am 23.04.17 begann für acht PSV Radler das Trainingslager in Platja de Muro. Bei meist vorsommerlichen Temperaturen führten die Radtouren wieder über viele bekannte Orte.

Anders als die Jahre zuvor führte die Radler die erste Ausfahrt mal nicht zur Cala Sant Vicenç, sondern direkt auf eine fordernde Tour quer durch den Osten der Insel. Als Vorbereitung auf den Höhepunkt der Reise, die Teilnahme am Event Mallorca312, stand eine Besichtigung des letzten Streckenabschnitts auf dem Plan. Dabei ging es über Ariany und vorbei an Petra nach Sant Llorenç des Cardassar und weiter nach Artà. Dort gab es die wohlverdiente Pause ehe es zurück nach Muro ging. Viele kleine Wellen und knackige Anstiege im zweistelligen Bereich galt es direkt bei dieser Einstiegsrunde zu überwinden.

Als Ausgleich ging es am nächsten Tag natürlich dann nach Cala Sant Vicenç. Auf dem Rückweg besuchten die Radler noch die kleine Kapelle Sant Miquel nahe Campanet.

Für den nächsten Tag war eine Tour zur Radrennbahn in Sineu geplant, auf der Klaus und Michael ein paar Runden drehten. Diese Idee hatten etliche andere Radler auch, so dass dort ein ständiges Kommen und Gehen war.

Der kommende Ruhetag war gut gewählt, da hier Petrus das einzige Mal dem Regen der Sonne zunächst den Vortritt ließ. Neben dem Erkunden der näheren Umgebung zu Fuss galt es auch die Startunterlagen für Mallorca312 abzuholen. Dies konnte man wunderbar mit einem Besuch der dazugehörigen Expo verbinden. Über 6500 Starter hat sich bereits im Vorhinein registriert. Innerhalb weniger Wochen waren dabei alle Plätze vergeben. So könnte man immer wieder Leute mit den gleichen gelben Taschen sehen, in denen die Unterlagen ausgegeben wurden.

Am 29.4. war es dann soweit. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren die Wetteraussichten dieses Jahr bestens, es war lediglich etwas frisch am Morgen. Michael und Jens starteten bereits spanisch pünktlich kurz nach 7 Uhr, da sie sich für die 312km-Variante gemeldet hatten. Auf gesperrten Straßen ging es auf zum Vorjahr unveränderter Strecke über Pollença durch das Tramuntana-Gebirge zum höchsten Punkt der Insel am Puig Major. Ungefähr zur gleichen Zeit, wie die beiden diesen erreichten, ging es auch für die anderen bei der 167km-Variante los. Auf den ersten ~100km waren dabei beide Strecken identisch. Danach gab es eine Trennung und die längere Tour machte noch eine Schleife über Andratx, bis man in Esporles wieder zusammentraf. Von dort ging es über Alaró, Selva und Campanet zurück Richtung Start bzw. Ziel in Platja de Muro. Etwa 10km davor gab es noch eine weitere Streckenteilung für die Schleife der 312km-Variante. Auf Grund des deutlich stärker werdenden Windes entschieden sich dann auch Michael und Jens hier bereits zum Ziel abzubiegen. Sie erreichten dabei genau wie Conni und Klaus auf ihrer 167km-Variante innerhalb des Zeitlimits das Ziel. Alle landeten dabei im oberen Drittel ihrer jeweiligen Gesamtwertung. Insgesamt meisterten sie dabei ~4000 bzw. ~2500 Höhenmeter. Bei dieser Radtour waren u. a. ehemalige Radprofis wie der fünffache Tour-de-France-Sieger Miguel Indurain oder Marcel Wüst am Start.

Als Regenerationstour besichtigte man am nächsten Tag Pollença und erklomm die 365 Stufen der Carrer del Calvari. Nach einem Kaffee in Cala Sant Vicenç- wo auch sonst - ging es zurück zur Platja de Muro, wo man den Tag gemütlich ausklingen ließ.

Am folgenden Tag sollte es dann zu eher unbekannten Orten der Inseln gehen. Als erstes ging es daher zur Ermita de Bonany oberhalb von Petra. Wer dabei keine Lust auf schon wieder Berg hatte, konnte genüsslich in Petra warten. Das ist der Radlertreff schlechthin auf Mallorca. Wiedervereint führte die Tour über den Coll de Sa Grava. Leider verdirbt einen die dort parallellaufende Autobahn etwas den Spaß. Jedoch belohnt einem der herrlichen Blick auf Montuïri, wie ihn wohl die wenigsten kennen werden.

Etwas mehr Berg durfte es dann am nächsten Tag doch sein. Deshalb führte es die PSVer zum Coll D’Honor, besser bekannt auch unter dem Namen des dort liegenden Dorfs Orient. Die Pause wurde dann Stilecht in einem Café mit integriertem Radladen in Alaró gemacht. Die vielen Unterschriften an Wand und Theke verraten, dass auch viele jetzige und ehemalige Radprofis dort einkehren.

Eine ungünstige Wetterprognose führte dann zu einem so spontanen Tourwechsel, dass sich nur Conni und Jens am nächsten Tag in Richtung der berühmten Serpentinenstraße Sa Calobra aufmachten. Die anderen zogen dann doch lieber den frisch gepressten Orangensaft auf der Finca Can Sureda von Peter Maffay vor.

Dann stand leider schon die Abschlusstour auf dem Programm, die eher genussvoll über Petra und Lloret de Vistalegre führte. Nur Jens konnte es wieder nicht lassen und musste unbedingt noch auf den Puig de Son Sastre. So kamen am Ende in den zwei Wochen bis zu 1000km pro Fahrer zusammen.