„Faszination Schießsport“ 

Sportschießen ist ähnlich wie Golf eine Sportart mit einer hohen Anforderung an Technik und Konzentration. Sportschützen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Konzentrationsfähigkeit aus, denn größtenteils entscheiden Millimeter über Sieg oder Niederlage. Sportliche Erfolge stellen sich nicht von heute auf morgen ein und lassen sich nicht mit Gewalt erzielen.
Es ist die Jahrhundertalte, körperliche Auseinandersetzung mit der Waffe und die immerwährende geistige Auseinandersetzung mit sich selbst. In der Beschäftigung mit der Waffe lernt der Schütze, wie sich geistige und motorische Abläufe automatisieren und verinnerlichen lassen.

Schießen...

... bringt Ruhe und Gelassenheit
... vereint Körper und Geist
... ist Konzentration
... ist Meditation
... beginnt im Kopf
... ist idealer Ergänzungssport
... macht Spaß 

Aber warum Großkaliberwaffen??

Wir schießen nicht ausschließlich Großkaliberwaffen – aber überwiegend. Es ist eben etwas anderes, ob man Klein- oder Großkaliber schießt. Es ist schwer den sportlichen Unterschied zu beschreiben, vielleicht ist es aber vergleichbar mit den Sportarten Golf und Minigolf oder mit den Motorsportklassen Formel 1 und DTM... Der Rückstoß ist stärker. Die Waffe wird beidhändig geschossen, was andere Haltetechniken erfordert, es gibt andere Disziplinen und Wettkämpfe. 

Gefährden unsere Waffen Menschen?

Sportschießen, insbesondere das Großkaliberschießen, ist besonders seit dem schrecklichen Amoklauf in Winnenden stark in Verruf gekommen. Es ist bedauerlich, dass Ideologen, Sensationspresse und sich für wichtig haltende Politiker durch Halbwahrheiten und teils bewusster Falschinformation rechtschaffene und unbescholtene Bürger kriminalisieren. Der Amoktäter von Winnenden war illegal(!) im Besitz der Waffe! Er hatte keinerlei waffenrechtliche Erlaubnis. Es ist ihm zwar leicht gefallen, durch das rechtswidrige Verhalten seines Vaters (er hatte die Waffe nicht ordnungsgemäß verschlossen) an die Waffe zu gelangen, aber es bleibt dennoch Illegaler Waffenbesitz! Statt die Ursachen der Amoktat zu bekämpfen fordern o.g. Pharisäer weitere Beschränkungen im Waffenrecht (übrigens dieselben, die die Goldmedaillen unser Sportschützen bei olympischen Spielen bejubeln). Das ist natürlich einfacher und verlangt keine geistige Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Problem.

Genau wie viele andere Gegenstände (z.B. Küchenmesser, Autos, andere Sportgeräte, z.B. Baseballschläger usw.) können auch Sportwaffen missbraucht werden. Aber im Gegensatz zu den „gefährlichen“ Alltagsgegenständen gibt es für Sportwaffen extrem hohe Auflagen für Erwerb, Besitz und Aufbewahrung. Es würde hier zu weit führen, alle Auflagen und Pflichten zum Erwerb einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe aufzuführen, deswegen seien hier nur einige beispielhaft aufgeführt:

  • Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses
  • Erfolgreiche Ablegung einer Waffensachkundeprüfung in Theorie und Praxis
  • mindestens einjährige Mitgliedschaft in einem Schießsportverein, der einem anerkannten Dachverband angehört
  • regelmäßige Teilnahme an Training und Wettbewerben (das gilt auch für die Zeit nach dem Erwerb)
  • Nachweis der sicheren Verwahrung

Besonders die Pflicht des regelmäßigen Trainings in einem Verein ist aus unserer Sicht ein wirkungsvolles Kontrollinstrument. Wir als Sportler akzeptieren keine „Rambos“, Psychopathen und Fanatiker unter uns, der sorgsame und umsichtige Umgang mit den Waffen ist unsere wichtigste Grundregel.